DIE SAMMLUNG FORBERG

 

Die Sammlung Forberg wurde von Mathias und Eva Forberg im Jahr 2007  als unbefristete Dauerleihgabe der Albertina übergeben.

 

Die 50 Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier umfassenden Bestände ergänzen die bestehende Sammlung der Albertina vor allem im Bereich der Klassischen Moderne und hier besonders im deutschen Expressionismus. Eine Auswahl der herausragenden Objekte ist  in der permanenten Schausammlung der Albertina zu sehen.

 

Sammeln bedeutet für Mathias Forberg nicht nur die persönliche, private Beschäftigung mit dem Kunstwerk, vielmehr soll die private Kunstsammlung auch Teil des öffentlichen kulturellen Lebens

sein. Die Dauerleihgabe der Sammlung Forberg an die Albertina trägt auch dem Wunsch Mathias

Wassily Kandinsky, Studie für Landschaft (Dünaberg), 1910, Öl auf Karton © VBK, Wien 2009 / Albertina, Wien - Dauerleihgabe der Sammlung Forberg

Wassily Kandinsky
Studie für Landschaft (Dünaberg), 1910

und Eva Forbergs Rechnung, einer großen Zahl von Menschen die Möglichkeit der Begegnung mit ihren Bildern zu bieten.

Grundstock der heutigen Sammlung Forberg bildet

die bereits 1970 in einem umfassenden Katalog des Kunstvereins Düsseldorf publizierte Sammlung des Vaters von Mathias Forberg, Kurt Forberg.

Dieser, von Beruf Bankier war eine an vielen Kunstsparten interessierte Persönlichkeit. Als Sohn eines Künstlers,  - des Malers Carl Ernst Forberg (1844-1915), der eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie innehatte - trug Kurt Forberg mit großer Kennerschaft seit den 1950er Jahren eine umfassende, von seiner Leidenschaft für die Moderne getragene Kunstsammlung zusammen.

 

Nach dem Tod Kurt Forbergs wurde die Sammlung durch Erbe mehrfach geteilt und durch Verkauf teilweise in alle Welt zerstreut. Dem Engagement von Mathias und Eva Forberg für die bildende Kunst und ihrem Interesse an dieser ursprünglichen Sammlung ist es zu verdanken, dass aus dem Torso dieser Sammlung nun wieder eine außergewöhnliche Kunstsammlung geworden ist.

 

DER BESTAND DER SAMMLUNG FORBERG

 

Die "Klassische Moderne" erreichte im 20. Jahrhundert mit den revolutionären Leistungen der Kubisten und Expressionisten, der Künstler des Bauhauses und des russischen Konstruktivismus in Malerei und Bildhauerei einen besonderen Höhepunkt.

 

Die Sammlung Forberg vereint in außergewöhnlicher Qualität Werke der wichtigsten Künstler dieser Epoche. Sie umfasst Arbeiten auf Papier, Druckgrafiken, Skulpturen und Gemälde u. a. von Picasso, Lyonel Feininger und Fernand Léger, Werke der Künstler des "Blauen Reiter" wie Alexeij Jawlensky und Wassily Kandinsky oder des mit ihnen nahestehenden August Macke, der "Brücke"-Maler Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller und Max Pechstein, der Bauhaus-Künstler Laszló Moholy-Nagy und Oskar Schlemmer. Kernstück der Sammlung Forberg ist eine exquisite Auswahl von Werken Paul Klees. Paul Klee, der viele seiner bedeutendsten Werke in kleinen Formaten realisiert hat, ist für Mathias Forberg einer der "Großen des 20. Jahrhunderts".

 

 

BILDERGALERIE

 

Pablo Picasso
Der Gitarrenspieler, 1912

Fernand Léger

Variation der Formen, 1913

Lyonel Feininger
Das hohe Ufer, 1923

Ernst Ludwig Kirchner
Mueggelsee, 1912

 

Max Pechstein
Meererzählung, 1920

Otto Mueller
Zwei Badende im Bach, 1922

Alexej von Jawlensky
Mit roter Schwalbentapete, 1915

August Macke
Farbige Formenkomposition, 1914

 

Wassily Kandinsky
Regungen, 1928

Oskar Schlemmer
Geländer-Szene I, 1931

Paul Klee

Das Märchen von den beiden Fischen, 1937 

Fernand Léger
Deux Têtes avec Papillon, 1941