Mit der spektakulären Gegenüberstellung des Bildes "Der Seerosenteich" von Claude Monet und der Allegorie "Nixen" (oder "Silberfische") von Gustav Klimt zeigen sich zwei ebenso herausragende wie konträre Interpretationen der
um 1900 beliebten Wasserthematik. Monets Studium der ständig wechselnden Wirkung des Lichts auf den mit Seerosen bedeckten
Teich entspricht der impressionistischen Wahrnehmung und führt zur weitgehenden Auflösung der Formen und Farben.
Klimt dagegen widmet sich der symbolistischen, erotisch geprägten Unterwasserwelt der frühen Secessionszeit. In zahlreichen
Goldnuancen vermischt sich das gefilterte Sonnenlicht mit dem tiefen Grün des Wassers, als geheimnisvolle Kulisse für
zwei dämonische, kaulquappenähnliche "Nixen" und eine Anzahl blitzartig vorbeiziehender "Silberfische". Auf ihre jeweils
spezifische Weise gehen sowohl Monet als auch Klimt auf die Flüchtigkeit der Naturerscheinungen ein.
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