Dr. Marian Bisanz-Prakken
Das Forschungsprojekt zu den Zeichnungen Gustav Klimts nahm 1963 seinen Ausgang
von der umfangreichen Klimt-Sammlung der Albertina. Dieser herausragende Bestand enthält
rund 170 Zeichnungen aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Hinzu kommen das "Klimt-Archiv" mit rund 100 Originalobjekten -
Briefen, Fotos, Originalaufnahmen seiner Arbeiten, Urkunden etc. - sowie Plakate.
Nach jahrzehntelangen Forschungsarbeiten gab Dr. Alice Strobl zwischen 1980 und 1984 ihren dreibändigen uvrekatalog
sämtlicher Zeichnungen von Gustav Klimt heraus, 1989 gefolgt vom ersten Ergänzungsband. 1991 übertrug sie diese Arbeit Dr.
Marian Bisanz-Prakken, die ihr seit 1975 assistiert hatte.
Die Zahl der Zeichnungen, die Gustav Klimt zugeschrieben werden können, wächst ständig.
Seit dem Ergänzungsband von 1989 konnten etwa 300 neue Originale weltweit ausfindig gemacht werden.
Eine wesentliche Voraussetzung zur Aufdeckung neuer Klimt-Zeichnungen ist die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit in- und ausländischen
Auktionshäusern, Galerien und Privatsammlern.
Für die Erforschung der Klimt-Zeichnungen gilt die Albertina seit Jahrzehnten international als die wichtigste Instanz.
Ria Munk III von Gustav Klimt. Ein posthumes Bildnis neu betrachtet
Erstveröffentlichung in: Parnass 3/2009
Der Klimt, den keiner kannte
In: Die Presse 10. November 2007