MAX WEILER ALS ZEICHNER

 

Dr. Regina Doppelbauer

Das Werk des Malers Max Weiler (1910-2001) wurde in den letzten zwanzig Jahren durch Ausstellungen und wissenschaftliche Publikationen erschlossen.
Weniger bekannt ist bisher, dass er auch ein überaus bedeutender und faszinierender Zeichner war. In mehr als siebzig Jahren der Schaffenstätigkeit entstand in einem weiten Entwicklungsbogen ein auf knapp 4.000 Blätter geschätztes zeichnerisches Werk. Auch hier steht das Lebensthema der bildnerischen Verschränkung von Natur und Spiritualität im Mittelpunkt, gehen die Zeichnungen eine Wechselbeziehung mit den Gemälden ein. Doch Max Weiler beschreitet in der Zeichnung auch ganz eigene, dem Material adäquate Wege.

Das von der Albertina ausgehende und vom Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank unterstützte Forschungsprojekt will mit der Erfassung und wissenschaftlichen Bearbeitung des Materials erstmalig eine umfassende Darstellung dieses großen Œuvres vorlegen.


Die Albertina selbst hat in den 1990er Jahren Teile des zeichnerischen Werks in Ausstellungen gezeigt. Heute ist das Haus im Besitz von über 100 Zeichnungen und Druckgrafiken Max Weilers, repräsentativ für die Positionen des Künstlers in diesen Medien. Dauerleihgaben der Sammlung Batliner und der Max-Weiler-Privatstiftung ermöglichen es der Albertina darüber hinaus, Höhepunkte wie die monumentalen Zeichnungen der 1980er Jahre (darunter die 10 m lange Kohlearbeit "Naturgebild") oder das souveräne malerische Spätwerk zu präsentieren.

 

Kontakt Dr. Regina Doppelbauer: r.doppelbauer@albertina.at 

Tel.: 01 - 534 83 317 

 

Zurück