JAKOB UND RUDOLF VON ALT

IM AUFTRAG DES KAISERS

10. Februar 2010 - 24. Mai 2010
Jakob Alt, Blick auf Rom, 1837 © Albertina, Wien
Jakob Alt
Blick auf Rom, 1837 
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In der Ausstellung "Jakob und Rudolf von Alt. Im Auftrag des Kaisers“ präsentiert die Albertina 120 Meisterwerke aus der Blütezeit der österreichischen Aquarellmalerei. Im Auftrag von Kaiser Ferdinand I. entstanden zwischen 1830 und 1849 annähernd 300 Stadt- und Landschaftsansichten, die die Schönheiten des Österreichischen Kaiserreiches und der angrenzenden Länder dokumentieren sollten. Die Werke stammen von der Hand der besten Aquarellisten der Zeit: Jakob und Rudolf von Alt, Eduard Gurk und Leander Russ. Mit dieser Ausstellung werden die großformatigen und bildhaften Aquarelle, von denen über 170 von Jakob und Rudolf von Alt stammen, erstmals umfassend präsentiert.

 

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BILDERGALERIE

 

Jakob Alt, Blick aus dem Atelier des Künstlers in der Alservorstadt gegen Dornbach, 1836, Aquarell, Bleistiftvorzeichnung
Jakob Alt
Blick aus dem Atelier des Künstlers in der Alservorstadt gegen Dornbach, 1836 
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Rudolf von Alt, Der Dachstein im Salzkammergut vom Vorderen Gosausee, 1840 © Albertina, Wien
Rudolf von Alt
Der Dachstein im Salzkammergut vom Vorderen Gosausee, 1840 
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Jakob Alt, Der Dom in Regensburg, 1837 © Albertina, Wien
Jakob Alt
Der Dom in Regensburg, 1837 
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Jakob Alt, Hofburg und Franziskanerkirche in Innsbruck, 1845 © Albertina, Wien
Jakob Alt
Hofburg und Franziskanerkirche in Innsbruck, 1845 
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Jakob Alt, Blick auf das Goldene Dachl in Innsbruck, 1845 © Albertina, Wien
Jakob Alt
Blick auf das Goldene Dachl in Innsbruck, 1845 
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Jakob Alt, Ansicht von Spalato, 1841 © Albertina, Wien
Jakob Alt
Ansicht von Spalato, 1841 
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Jakob Alt, Steyr in Oberösterreich, 1844 © Albertina, Wien
Jakob Alt
Steyr in Oberösterreich, 1844 
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Jakob Alt, Der Tegernsee, 1839 © Albertina, Wien
Jakob Alt
Der Tegernsee, 1839 
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Rudolf von Alt, Die Esplanade in Ischl, 1840, Aquarell,  Lichter ausgekratzt © Albertina, Wien
Rudolf von Alt
Die Esplanade in Ischl, 1840 
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Rudolf von Alt, Blick auf Salzburg, 1844 View of Salzburg, 1844
Rudolf von Alt
Blick auf Salzburg, 1844  
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Rudolf von Alt, Der Residenzplatz in Salzburg, 1844 © Albertina, Wien
Rudolf von Alt
Der Residenzplatz in Salzburg, 1844  
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Rudolf von Alt, Der Hauptplatz in Linz, 1839 © Albertina, Wien
Rudolf von Alt
Der Hauptplatz in Linz, 1839 
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Rudolf von Alt, Tivoli, 1836, Aquarell © Albertina, Wien
Rudolf von Alt
Tivoli, 1836 
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Rudolf von Alt, Der Traunsee, 1840 © Albertina, Wien
Rudolf von Alt
Der Traunsee, 1840 
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Rudolf von Alt, Das Pantheon und die Piazza della Rotonda in Rom, 1836 © Albertina, Wien
Rudolf von Alt
Das Pantheon und die Piazza della Rotonda in Rom, 1836 
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Rudolf von Alt, Der Domplatz in Cattaro, 1841 © Albertina, Wien
Rudolf von Alt
Der Domplatz in Cattaro, 1841 
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Rudolf von Alt, Der Bazar von Ragusa, 1841 © Albertina, Wien
Rudolf von Alt
Der Bazar von Ragusa, 1841 
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Eduard Gurk, Der große Höllstein mit der Ansicht gegen Mariazell, 1835 © Albertina, Wien
Eduard Gurk
Der große Höllstein mit der Ansicht gegen Mariazell, 1835 
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Eduard Gurk, Mariazell vom Annaberg, um 1833 © Albertina, Wien
Eduard Gurk
Mariazell vom Annaberg, um 1833 
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Eduard Gurk, Der Hauptplatz mit dem Ferdinandsbrunnen in Baden bei Wien, 1833 © Albertina, Wien
Eduard Gurk
Der Hauptplatz mit dem Ferdinandsbrunnen in Baden bei Wien, 1833 
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Eduard Gurk, Leopoldstadt, Jägerzeile am 2. März 1830, 1830 © Albertina, Wien
Eduard Gurk
Leopoldstadt, Jägerzeile am 2. März 1830, 1830  
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Eduard Gurk, Laxenburg, um  1838 © Albertina, Wien
Eduard Gurk
Laxenburg, um 1838 
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Eduard Gurk, Am Hradschin in Prag, um 1838 © Albertina, Wien
Eduard Gurk
Am Hradschin in Prag, um 1838 
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Eduard Gurk, Am Damme nächst dem k. k. Augarten, am 3. März  1830 © Albertina, Wien
Eduard Gurk
Am Damme nächst dem k. k. Augarten, am 3. März 1830 
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Leander Russ, Ansicht des Hafens von Beirut, 1842 © Albertina, Wien
Leander Russ
Ansicht des Hafens von Beirut, 1842 
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Leander Russ, Die Sonnenfinsternis am 8. Juli 1842, 1842 © Albertina, Wien
Leander Russ
Die Sonnenfinsternis am 8. Juli 1842, 1842 
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Die Ausstellung
Den künstlerischen Ausgangspunkt der Guckkastenserie bilden die Wiener Vedute um 1800 und ihre Entwicklung zu Stadtbild und Landschaft. Der erste Raum ist diesem Kapitel gewidmet. Danach folgen die ersten Werke der Guckkastenserie, die Wien und Orte der nächsten Umgebung sowie frühe Ansichten aus Österreich zeigen. Sie stammen von Jakob und Rudolf von Alt und sind Beispiele für die "Teamarbeit“ der beiden Künstler, die sich durch die gesamte Guckkastenserie zieht. Alle Blätter sind von Jakob als Auftragnehmer des Hofes signiert. Tatsache ist jedoch, dass von den rund 170 Werken der Alts 46 Rudolf geschaffen hat. Dies wurde 1892 in einem Protokoll festgehalten.
Der nächste Raum ist zwei Werkgruppen Eduard Gurks gewidmet: den dramatischen Schilderungen des Wiener Hochwassers von 1830 und den Darstellungen der Wallfahrt nach Mariazell. Es folgen Werke der Alts und Eduard Gurks mit Ansichten aus Böhmen und Mähren.
Sodann begleiten wir Jakob und Rudolf von Alt auf ihren Reisen nach Italien, vom Norden über Venedig nach Rom und in die Campagna, bis an die amalfitanische Küste. Ansichten von der dalmatinischen Küste setzen die Reihe der Guckkastenbilder fort. Ihre Präsentation endet mit Darstellungen aus den nordöstlichen Kronländern und Ungarn, Arbeiten von Leander Russ sowie Landschaften aus den Alpengegenden.
Den Abschluss bildet ein Ausblick auf das Spätwerk Rudolf von Alts, der unter den am Guckkastenprojekt beteiligten Künstlern zweifellos die bedeutendsten Werke geschaffen hat.

Die Guckkastenserie
Von den über 300 großformatigen und bildhaft ausgeführten Aquarellen sind heute noch 281 nachweisbar. 170 stammen von Vater Jakob und Sohn Rudolf. Die Albertina verwahrt 227 Werke. Weitere befinden sich im Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek (24) und auf Schloss Konopiště bei Prag (30).

Es gibt keine Entstehungsgeschichte zur Serie der Guckkastenblätter und keinerlei Aufzeichnungen über den Verwendungszweck und die Absichten, die hinter dem Projekt standen. Die heute in der Literatur verwendete Bezeichnung „Guckkastenblätter“ entstand durch die Interpretation von Berichten des wichtigsten Biografen Rudolf von Alts, Ludwig Hevesi. Diesen zufolge soll Kaiser Ferdinand I. für die Betrachtung der Aquarelle einen Kasten mit einem Hohlspiegel verwendet haben, an dessen Rückseite die Blätter eingeschoben und von hinten beleuchtet wurden. Eine derartige Vorgehensweise kann man sich für die auf Schloss Konopiště bei Prag verwahrten Werke der Serie gut vorstellen, denn sie weisen große Lichtschäden und starken Farbabrieb auf. Die Blätter im Besitz der Albertina und der Nationalbibliothek zeichnen sich jedoch durch erstaunliche Farbfrische und unversehrte Schönheit aus. Die Verwendung in einem Guckkasten, die ja immer vielfache Manipulation bedeutet, ist daher nicht anzunehmen.