Viele der bedeutendsten Werke, die für die Propaganda und Memoria Maximilians I. entstanden, befinden sich in der Albertina. Dazu gehören Werke Albrecht Dürers, aber auch der außergewöhnliche Triumphzug von Albrecht Altdorfer und seiner Werkstatt, der im Zentrum der Ausstellung stehen wird. Von den ursprünglich 109 großformatigen Pergamentbögen mit farbenprächtigen Darstellungen von Reitern, prächtigen Wägen und Landsknechten haben sich in der Albertina die Blätter 49 bis 109 erhalten, die als Fries zusammengesetzt eine Länge von über 54 Metern ergeben. Neben diesem weltweit einzigartigen Werk werden weitere wichtige kaiserliche Auftragswerke wie die monumentale Holzschnitt-Ehrenpforte sowie die Buchprojekte Theuerdank, Weißkunig und Freydal präsentiert, die formal und ideell auf das engste miteinander verflochten sind.
Kaiser Maximilian I. wird seit dem 19. Jahrhundert als Letzter Ritter bezeichnet, obwohl er am Anfang einer europaweiten Renaissance des Rittertums stand, das sich in prächtigen Turnieren und Rüstungen darstellte. Die Ausstellung präsentiert neben vielen anderen Themenkreisen auch diesen glanzvollen Aspekt der Kunst der Zeit Maximilians mit zahlreichen Beispielen aus der eigenen Sammlung, bereichert durch bedeutende Leihgaben internationaler Museen, wie dem Metropolitan Museum of Art New York, dem Berliner Kupferstichkabinett und dem Kunsthistorischen Museum Wien.