Während in Norddeutschland der Kaffee- und Teetisch bereits in der zweiten Hälfte
des 18. Jahrhunderts verbreitet ist, wird er im zentraleuropäischen Raum erst zu Beginn des
19. Jahrhunderts selbstverständlicher Bestandteil des Möbelrepertoires.
In der Regel rund, lässt er keine Sitzhierarchie mehr zu und dokumentiert damit die neue Privatheit in der höfischen Gesellschaft. Er ist immer Teil einer in Material und Form dazupassenden Sitzgarnitur und hat seinen fixen Aufstellungsort im Raum.
Dieses um 1822/25 für Erzherzog Carl gelieferte Teetischmodell N° 41 der Danhauserschen Möbelfabrik stand bis 1919 als Teil einer weiß-goldenen Sitzgarnitur aus den Jahren um 1780 im Roten Salon des Palais.