Philip Guston (1913 Montreal-1980 Woodstock)
gehört zu den zentralen Figuren der amerikanischen Nachkriegskunst.
Mit seinen stilistisch so unterschiedlichen Arbeiten schlägt er eine Brücke zwischen dem Abstrakten Expressionismus und einem verstörenden, zeichen-
haften Realismus. Sein Werk kennzeichnet eine immense Wandlungsfähigkeit, deren Motor die Zeichnung ist. Neue Ausdrucksmöglichkeiten
erschließt er sich zunächst mit dem Zeichenstift und setzt sich intensiv mit der europäischen Kunst und Kultur auseinander.
Die Ausstellung beginnt mit Zeichnungen aus den 1950er Jahren, in denen Guston der Linie in der Zeichnung eine vorrangige
Bedeutung zu geben vermag, und endet mit Werken aus seinem Todesjahr. Es werden an die 100 Zeichnungen aus europäischen und
amerikanischen Sammlungen gezeigt.