VAN GOGH

5. September 2008 - 8. Dezember 2008
Die große Herbstausstellung der Albertina präsentiert Vincent van Gogh aus einer völlig neuen Perspektive. Die Ausstellung bringt den Maler Van Gogh mit dem Zeichner zusammen und veranschaulicht mit 150 Werken, wie sehr die expressive Pinselführung in seinen Gemälden durch Van Goghs ausdrucksstarke Zeichenkunst vorbereitet wird.
 
50 Gemälde und 100 der bedeutendsten Aquarelle und Zeichnungen von über 60 Leihgebern aus aller Welt zeigen das Verhältnis zwischen Van Goghs neuer Koloristik und seiner ausdrucksstarken Linienkunst in ihrer unauflösbaren künstlerischen Einheit.
 
Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Van Gogh-Museum Amsterdam erarbeitet.
Sie ist die größte Präsentation seit der Amsterdamer Jubiläumsausstellung 1990 und zugleich seit über einem halben Jahrhundert die erste Van Gogh-Ausstellung in Österreich. Leihgeber sind u.a.: Van Gogh Museum (Amsterdam), Kröller-Müller Museum (Otterlo), Metropolitan Museum of Art (New York), Musée d’Orsay (Paris), National Gallery of Art (Washington), Guggenheim Museum (New York), Puschkin Museum (Moskau), Armand Hammer Museum (Los Angeles) und private Sammlungen.
 
 

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Bildergalerie

 

Vincent van Gogh

Porträt des Joseph Roulin, 1888 
Vincent van Gogh

Die Ernte, 1888 
Vincent van Gogh

Regen in Auvers, 1890 
Vincent van Gogh

Selbstportrait mit Strohhut, 1887 
 
Vincent van Gogh

Stilleben mit Zeichenbrett, Pfeife, Zwiebeln und Siegellack, 1889 
Vincent van Gogh

Fischerboote am Strand von Les-Saintes-Maries-de-la-Mer, 1888 
Vincent van Gogh

Eingangstor zur Moulin de la Galette, 1887 
Vincent van Gogh

Der Sämann, 1888 
 
Vincent van Gogh

Allee bei Arles (Rand einer Landstraße), 1888 
Vincent van Gogh

Heilanstalt in Saint-Rémy, 1889 
Vincent van Gogh

Ernte in der Provence, 1888 
Vincent van Gogh

Straße in Saintes-Maries-de-la-Mer, 1888 
 
Vincent van Gogh

Die Seine-Brücken bei Asnières, 1887 
Vincent van Gogh

Bäuerin, knieend, 1885 
Vincent van Gogh

Feld mit Korngarben, 1890 
Vincent van Gogh

Weizenfeld mit Korngarben, 1888 
 
Vincent van Gogh

Straße in Saint-Rémy, 1889 
Vincent van Gogh

Porträt des Joseph Roulin, 1888 
 
Obwohl Van Gogh ursprünglich Zeichner und Illustrator werden will und aus dem Geist des Mitleidens das harte Leben der Bauern und Arbeiter schildert, ist es am Ende der Kolorist Van Gogh, der die Kunst seines Jahrhunderts revolutioniert und sie vom Prinzip der Nachahmung der Wirklichkeit ebenso wie vom idealistischen Diktat der Akademien befreit.
 
Mit der Übersiedlung von Holland nach Paris 1886 und vollends in seinen beiden letzten Schaffensjahren in Südfrankreich hellt sich Van Goghs Palette auf. An die Stelle des braunen Tons der Salonmalerei tritt die Reinheit der gleißenden Farben. Die neue farbliche Intensität resultiert aus einer gesteigerten Wahrnehmung des Künstlers, der nun unter der sengenden Sonne der Provence direkt vor dem Motiv malt.

 

Dennoch sollte der ursprüngliche Wunsch Van Goghs, Zeichner zu werden, die Form seines Farbauftrags prägen. Bis zu seinem Selbstmord 1890 in Auvers entsteht neben seiner Malerei ein umfangreiches und intensives zeichnerisches OEuvre; ja, die Zeichnungen und Aquarelle bestimmen zutiefst Van Goghs Malstil, seine Eigenheit, mit dem in Farbe getauchten Pinsel zu zeichnen oder die expressiven Farblinien und Farbpunkte direkt aus der Tube auf die Leinwand aufzutragen. Die großformatigen und bildhaften Federzeichnungen und Aquarelle sind seinen Gemälden künstlerisch in jeder Hinsicht ebenbürtig.