Keiner hat die Kunst des 20. Jahrhunderts so nachhaltig geprägt wie Pablo Picasso.
Unter den zahlreichen Phasen und Stilperioden in seinem Schaffen nimmt das Alterswerk einen besonderen Platz ein. Auffallend
ist dabei die Dialektik von Malerei und Zeichnung: Den meisterhaft schnellen, "wilden" und ungemein sinnlichen Gemälden stehen
die akribisch genau und detailliert ausgeführten Zeichnungen gegenüber.
Der spannungsreiche Dialog zwischen malerischem und grafischem Werk lässt den größten Künstler des 20. Jahrhunderts im Wettlauf
mit der Zeit erkennen.
Anhand von fast 200 Werken von nahezu 60 Leihgebern-Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen-wird in der Ausstellung
der besonderen Arbeitsweise und stilistischen Einmaligkeit von Picassos später Kunst nachgegangen.
Kuratiert wird die Ausstellung von Werner Spies, dem ehemaligen Direktor des Pariser Centre Georges Pompidou und bedeutendsten
Picasso-Forscher unserer Tage.