Die aktuelle Präsentation von "Albertina Contemporary" zeigt eine Auswahl von etwa 200 Werken zeitgenössischer Kunst und gibt
damit in großem Format einen Einblick in die umfangreichen und laufend wachsenden Sammlungen der Albertina. Die Ausstellung
konzentriert sich diesmal auf die künstlerische Gegenüberstellung von internationaler Kunst mit Zeichnung und Grafik österreichischer
Künstlerinnen und Künstler. Vertreten sind dabei auch Neuerwerbungen der jüngsten Zeit wie Werke von Zenita Komad und TOMAK.
Räumlich und thematisch zu Statements zusammengefasst, gibt die Schau den Besuchern die Gelegenheit, unterschiedliche Bereiche
der Sammlungen kennen zu lernen. Licht als metaphysische Qualität wird mit unterschiedlichen Ansätzen in den Werken von Walter
Schmögner, James Turrell und Eduard Angeli angesprochen. Um das Festhalten von Gesehenem und Erinnertem im Bild geht es in
den Arbeiten von Petra Sterry, Sonja Gangl und Florentina Pakosta. Die Ausstellung entwickelt ihre Spannung vor allem aus
den Gegensätzen einzelner künstlerischer Positionen. So stehen der feministischen Kunst einer Maria Lassnig die Übermalungen
von Arnulf Rainer gegenüber. Die Werke von Michaela Spiegel, Ulrike Lienbacher oder Michela Ghisetti, in denen sie das
Bild der Frau in unserer Gesellschaft thematisieren, stehen im Gegensatz zu einer männlichen Position von Hubert Schmalix
und Alois Mosbacher.
Einzelstatements stellen die Arbeiten von Gerhard Richter, Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Christiane Baumgartner oder Markus
Prachensky im Fokus vor. Mit zwei ganzen Räumen ist Robert Hammerstiel in der Ausstellung vertreten. In seinen Zeichnungen
und Holzschnitten arbeitet er die traumatischen Erlebnisse im zweiten Weltkrieg auf. Die stilistische Entwicklung, die er
im Holzschnitt durchmachte, war auch für sein malerisches Werk prägend.
Zum erstem Mal ausgestellt sind Werkserien von Christiane Baumgartner, Franz Graf, Walter Pichler und Walter Schmögner,
Arbeiten von Anselm Kiefer und Georg Baselitz, ebenso der 40teilige Zyklus "Ecce Machina" von TOMAK, neue Arbeiten von Adriana
Czernin sowie eine Installation - eine Raumzeichnung - von Birgit Knoechl.
Weiters in der Ausstellung vertreten sind Werke von Barbara Camilla Tucholski, Bruno Gironcoli, Elke Krystufek, Franz
West, Hubert Scheibl, Jörg Immendorff, Mario Merz, Peter Pongratz, Sean Scully, Sigmar Polke, Victor Vasarely und Yves
Klein.
Seit der Gründung der Albertina im Jahr 1776 hat die jeweils zeitgenössische Kunst stets einen Schwerpunkt bei den Neuerwerbungen
gebildet. In Fortsetzung dieses Interesses der ersten Stunde, das bereits der Initiator der Sammlung, Albert von Sachsen-Teschen,
verfolgte, stehen bis heute Arbeiten auf Papier in der zeitgenössischen Kunst im Zentrum der Sammlungs- und Ausstellungspolitik
der Albertina. Die Präsentation der eigenen Bestände zeitgenössischer Kunst, die Einblicke in den jüngsten Abschnitt der Kunstgeschichte
ermöglicht, stellt somit eine der Tradition verbundene Kernaufgabe der Albertina dar.
In der Ausstellung vertretene KünstlerInnen:
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Adriana Czernin Elke Krystufe |
Florentina Pakosta Georg Baselitz Ina Loitzl |
Maria Lassnig Petra Sterry Robert Hammerstiel |
Sigmar Polke
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