Vom 28. Mai bis 12. September 2010 zeigt die Albertina unter dem Titel "Alex Katz Prints" einen Überblick über das druckgrafische uvre dieses Künstlers. Katz hat sein gesamtes druckgrafisches Werk im Herbst 2009 der Albertina geschenkt. Die Ausstellung präsentiert eine repräsentative Auswahl von den 1960er-Jahren bis heute. Gezeigt werden rund 150 Druckgrafiken, Cut-outs (bemalte bzw. bedruckte Aluminium-
Silhouetten) sowie Künstlerbücher.
Alex Katz, 1927 in New York geboren, zählt zu den bedeutendsten US-amerikanischen Künstlern unserer Zeit.
Ausgehend vom All-over, der Bildidee des Abstrakten Expressionismus, beschreitet Alex Katz noch vor dem Aufkommen von Minimalismus
und Pop-Art einen eigenen Weg der gegenständlichen Malerei. Neben der Auseinandersetzung mit den klassischen Avantgarden und
den formalen Reduktionsverfahren der Werbegrafik sind seine wichtigsten Lehrmeister die französischen Nabis des frühen 20.
Jahrhunderts, die amerikanischen Realisten der Zwischenkriegszeit und, nicht zuletzt, das direkte Porträt- und Naturstudium.
Spätestens seit der Ausstellung "Birth of the Cool" (1997 in Hamburg und Zürich) gilt er als zentrale Figur einer US-amerikanischen
selbstreflexiven Maltradition, für die der Gleichklang von Rationalität, Sinnlichkeit und Abstraktion kennzeichnend ist. Ikonengleich
schildert der Künstler in monumentalen Formaten scheinbar leidenschaftslose Motive aus dem Leben der New Yorker Intellektuellen-
und Kunstszene und der gut situierten Freizeitgesellschaft. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung von zugleich
unmittelbar und unnahbar wirkenden Naturidyllen von Maine im Nordosten der USA.
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Künstlergespräch mit Alex Katz
Mitschnitt vom Künstlergespräch am 26. Mai 2010
Mit Alex Katz sprach der Standard-Journalist Michael Freund.
Das Gespräch wurde in englischer Sprache geführt.
Die Druckgrafik nimmt in Alex Katz Schaffen eine zentrale Rolle ein. Er reproduziert, reflektiert und reduziert hier seine Motive in weiteren Arbeitsschritten und verwendet zu einem Großteil Bildideen seiner Gemälde und Cut-outs. Die synthetisierende Wirkung der Drucktechniken - in erster Linie Siebdruck, Aquatinta und Lithographie -, die der Künstler in enger Zusammenarbeit mit namhaften Druckern weiterentwickelt, unterstützt das Flächige und Künstliche bei der Wiedergabe seiner Bildmotive. Die aus der Tiefe strahlenden Farbflächen, die für seine Malerei charakteristisch sind, werden in der Drucktechnik erhalten. Formale und technische Präzision sowie extreme Reduktion und Nahsichtigkeit verweisen den Betrachter letztlich immer auf das Bild an der Wand und auf das Sehen an sich.
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Mag. (FH) Heinz Holzinger |
T +43 (0)1 534 83-525 |
| Albertinaplatz 1 | F +43 (0)1 534 83-199 |
| 1010 Wien | tourismus@albertina.at |
| Anfahrtsbeschreibung |
Hrsg.
Marietta Mautner Markhof,
Klaus Albrecht Schröder
Texte von Gunhild Bauer,
Zdenek Felix,
Marietta Mautner
Markhof, Werner Spies
25,00 19,00