KAREL APPEL. MONUMENTALE AKTZEICHNUNGEN

7. Dezember 2007 - 10. Februar 2008
Karel Appel
Akt 14, 1985

Karel Appel (Amsterdam 1921-Zürich 2006) gilt vorrangig als Zertrümmerer des Akademismus und der Naturnachahmung.

 

Sein abstrakt expressionistischer Stil sorgte in seiner Heimat Holland für Empörung und Ablehnung. Appel gehörte zu der 1948 gegründeten CoBrA-Gruppe, die eine ungegenständliche Bildsprache dezidiert ablehnte. Mit dieser bahnbrechenden, kaum zwei Jahre währenden Künstlergemeinschaft, deren Name sich aus den ersten Buchstaben der Städte Kopenhagen, Brüssel und Amsterdam zusammensetzt, aus denen die Gründungsmitglieder stammten, wurde das antiakademische Stilprinzip, welches das Fühlen über das Sehen stellt, zum Maßstab jeglicher Kunst.
 
In der Ausstellung sind erstmals 14 großformatige Aktzeichnungen zu sehen. Diese zeigen breit hingestreckte Akte, die der Künstler als Teil einer panoramatischen Landschaft gedeutet hat. In der "Nude Series" erobert sich Karel Appel den menschlichen Körper auf eine fast akademische Weise: Isoliert, ohne Hintergrund und ohne motivische Begründung der Nacktheit präsentieren sich die Körper als "die letzte Wirklichkeit des Menschlichen".

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