Leitbild

Die ALBERTINA zählt zu den führenden Kunstmuseen Österreichs, das 365 Tage im Jahr geöffnet ist. Es ist unser Anspruch und Ziel, mit all unseren Aktivitäten für das Publikum aktuell, relevant und attraktiv zu sein. Wir orientieren uns in unserer Arbeit an den Erwartungen und Bedürfnissen unserer BesucherInnen, deren persönlichen Erlebnis und die sinnlich-intellektuelle Erfahrung von Kunst.


Positionierung der ALBERTINA als Palais und Museum

1776 gründete Herzog Albert von Sachsen-Teschen eine Grafiksammlung, die zusammen mit dem sie beherbergenden Palais 1919 als Museum für die Kunst von der Renaissance bis zur Gegenwart verstaatlicht wurde.

Die ALBERTINA ist heute bewusst als janusköpfiges Haus positioniert: Auf der einen Seite repräsentieren die renovierten und wieder mit Originalmöbeln ausgestatteten Prunkräume den fürstlichen Wohnstil der ehemaligen Habsburgerresidenz.

Andererseits ist die ALBERTINA mit ihren großen Wechselausstellungen wie mit ihrer Dauerausstellung – Malerei der Moderne und der Gegenwart – ein modernes Museum.


Die Wechselausstellungen

Unsere Ausstellungen prägen mehr als alles andere die Identität der ALBERTINA. Sie haben einen besonderen Stellenwert, weil der größte Teil unserer Sammlungen aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeit nur befristet und in großen zeitlichen Abständen ausgestellt werden kann. Umso wichtiger ist uns, mit diesen temporären Ausstellungen eine größtmögliche Öffentlichkeit zu erreichen und eine für alle Bildungsschichten und Altersgruppen multilingual eingerichtete Vermittlungsarbeit anzubieten. Zugleich ist es unser Ziel, mit der begleitenden Forschung wissenschaftlich Neuland zu erschließen.
Die ALBERTINA ist mit ihrer Grafischen Sammlung, die mit einer Million Werke von der Renaissance bis zur Gegenwart zu den größten und bedeutendsten der Welt zählt, das weltweit führende Museum für die Kunst der Zeichnung und Druckgrafik. Das intensive auf diese Kernsammlung bezogene Ausstellungsprogramm unterstreicht den herausragenden Rang der ALBERTINA auf dem Gebiet der Zeichenkunst.

Der Schwerpunkt des Ausstellungsprogramms gilt den großen Meistern der Kunstgeschichte und den bedeutendsten KünstlerInnen unserer Zeit. Retrospektiven werden ergänzt von thematischen Ausstellungen zu wichtigen künstlerischen Bewegungen.

Die ALBERTINA kooperiert regelmäßig mit führenden internationalen Museen.
 

Die Unteilbarkeit der Kunst und die neue Präsentationsdoktrin der ALBERTINA

Aufgrund der Unteilbarkeit der Künste ist es seit 2000 unser erklärtes Ziel, die Kunst der Zeichnung nicht von anderen künstlerischen Medien und Techniken der Hauptmeister unserer Sammlungen zu trennen.

Die Isolation der Zeichnung und Druckgrafik ist kunsthistorisch obsolet: Wo immer möglich, werden in der kunsthistorischen Forschung Zeichnungen gemeinsam mit den Kunstwerken behandelt, mit denen sie im unmittelbaren Zusammenhang stehen.

Künstlerisch ist die im 18. Jahrhundert erfolgte Trennung der Künste nach Medien und Gattungen anachronistisch, weil mit der Expansion des Kunstbegriffes in den 1960er-Jahren die traditionelle gattungs- und medienspezifische Trennung von Kunstwerken nach ihrer Beschaffenheit oder ihrem Material aufgehoben wurde.

Schließlich wurde das Charakteristikum der Spezialsammlung der ALBERTINA, die Zeichnung und Druckgrafik von anderen Kunstgattungen zu isolieren, zur Achillesferse des Museums. Sie führte mit der Krise der grafischen Künste in den 1970er/80er-Jahren zum dramatischen Verlust des Interesses des Publikums an den Ausstellungen der ALBERTINA.
 

Dauerausstellung

Mit der Sammlung Batliner wurde 2007 erstmals in der Geschichte der ALBERTINA eine Dauerausstellung in unserem Museum verankert. Diese bietet den BesucherInnen einen in Österreich einzigartigen Lehrpfad der Malerei der Moderne vom französischen Impressionismus bis zu Picasso. Mit ihren zeitgenössischen Werken ergänzt die Sammlung Batliner die große Abteilung für Gegenwartskunst der Grafischen Sammlung der ALBERTINA, die 26.000 Zeichnungen und Druckgrafiken umfasst.


Die Fotosammlung der ALBERTINA

Mit der 100.000 Vintage-Prints umfassenden Fotosammlung deckt die ALBERTINA in ihren wechselnden Ausstellungen sämtliche Facetten und Gattungen der Fotografie ab, von ihren Anfängen bis heute.


Die Kunstvermittlung

Die Kunstvermittlung spielt in der ALBERTINA eine herausragende Rolle. Die Kunstvermittlung bietet Führungen, Workshops, zahlreiche Familienprogramme, KünstlerInnengespräche, Vorträge und Podiumsdiskussionen an. Als lebendiges und modernes Museum fördern wir damit den Zugang zur Kunst, zur kulturellen Bildung und zur zwischenmenschlichen Begegnung. Dazu tragen auch die vielen Sonderveranstaltungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten, aber auch der Museumsshop und das Restaurant bei.


Die Konservierung und Dokumentation der Sammlungen

Konservatorisch orientiert sich die ALBERTINA an den von ICOM festgelegten Richtlinien als Mindeststandards ihrer Arbeit.

Die umfassende Dokumentation aller Sammlungen zählt zu unseren Kernaufgaben: Die Datenbank Albertina Sammlungen Online folgt unserer Maxime, auch virtuell einer möglichst breiten Öffentlichkeit den Zugang zu den Meisterwerken der ALBERTINA zu ermöglichen.