Birgit Graschopf

Bis 29. April 2014

Die ALBERTINA lädt in unregelmäßigen Abständen Künstlerinnen und Künstler ein, sich in Interventionen am Palais, im Museum und in den Habsburgischen Prunkräumen mit dem Haus, seiner Geschichte, Architektur und Sammlung auseinanderzusetzen. Für die vierte Intervention dieser Reihe realisiert Birgit Graschopf drei Wandbelichtungen, deren Ausgangsbasis die Bestände der Fotosammlung der ALBERTINA bilden. Aus diesen hat die Künstlerin drei Fotografien ausgewählt, die aus den 1910er und 1920er Jahren stammen. Sie alle haben die Frau und die Weiblichkeit zum Inhalt und befassen sich mit der Inszenierung des weiblichen Aktes, der Bewegung und der Theaterfotografie der damaligen Zeit. Es ist eine Reminiszenz an die Fotoateliers Wiens zu Beginn des 20. Jahrhunderts, allen voran Madame D'Ora und Rudolf Koppitz.

In ihren installativen, raumbezogenen Arbeiten befasst sich Birgit Graschopf stets mit dem Vorgegebenen, dem bereits Vorhandenen. Die Haltungen und Posen der auf den Fotografien abgebildeten Figuren korrespondieren in den Wandbelichtungen mit der räumlichen Situation vor Ort. Auch ergänzt sich beispielsweise die Lichtsetzung in der Fotografie mit den tatsächlichen Lichtbedingungen des Raums, in dem sie belichtet wird oder eine reale Treppe setzt sich in der Abbildung fort. In der Wandbelichtung wird die Wand selbst zum Bildträger, das ausgewählte Foto scheint mit dem Raum zu verschmelzen. Eine Art fotografisches Fresko entsteht.

Diese Intervention ist ein Projekt im Rahmen von Eyes On – Monat der Fotografie Wien.

Bildergalerie – 3 Bilder

 

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