Geschichte

Die ALBERTINA besitzt mit der Sammlung Batliner eine der bedeutendsten und größten Privatkollektionen Europas der Malerei der Klassischen Moderne. Seit Herbst 2007 bereichert die Sammlung von Rita und Herbert Batliner, deren Grundstein bereits in den 1960er Jahren gelegt wurde, die ALBERTINA und damit die Museumsstadt Wien.
Die Kollektion bildet den Kernbestand der permanent eingerichteten Schausammlung und spannt mit rund 500 Werken einen Bogen über die spannendsten Kapitel aus 130 Jahren Kunstgeschichte, vom französischen Impressionismus bis in die jüngste Gegenwart.

Französischer Impressionismus & Post-
Impressionismus
Claude Monet | Seerosenteich, um 1919 | © Albertina, Wien. Sammlung Batliner
Claude Monet | Seerosenteich, um 1919 | © Albertina, Wien. Sammlung Batliner

Zahlreiche Werke von Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Edgar Degas, Paul Cézanne und Henri de Toulouse-Lautrec ermöglichen einen exzellenten Überblick über das Kunstschaffen des französischen Impressionismus und Post-Impressionismus. Der Seerosenteich von Claude Monet, die Zwei Tänzerinnen von Degas oder Cézannes Gehöft in der Normandie zeugen von der Leidenschaft des Sammlerpaares für die französische Kunst. Farbintensive Gemälde von George Braque, André Derain und Henri Matisse entführen in den Fauvismus und leiten über zu den expressionistischen Künstlergruppen Die Brücke und Der blaue Reiter mit Meisterwerken von Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Wassily Kandinsky und Emil Nolde.

Russische Avantgarde & Surrealismus
Marc Chagall | Schläferin mit Blumen, 1972 | © Albertina, Wien – Sammlung Batliner | Chagall®
Marc Chagall | Schläferin mit Blumen, 1972 | © Albertina, Wien – Sammlung Batliner | Chagall®

Ein weiterer Schwerpunkt der Kollektion liegt auf der Vielfalt der russischen Avantgarde mit Gemälden des Konstruktivismus, Kubo-Futurismus, Neoprimitivismus und Suprematismus. Neben einem Werkkonvolut von Marc Chagall stechen insbesondere die Werkgruppen von Natalia Gontscharowa, Ljubow Popowa und Michael Larionow hervor, sowie ein Hauptwerk von Kasimir Malewitsch, das dieser als Erinnerungs- und Widerstandsbild unmittelbar nach seiner Freilassung aus dem stalinistischen Gefängnis malte.
Gemälde sowie Skulpturen von Max Ernst, René Magritte und Joan Miró illustrieren sowohl den figurativen als auch den abstrakten Surrealismus.

Pablo Picasso
Pablo Picasso | Frau mit grünem Hut, 1947 | Albertina, Wien. Sammlung Batliner © Bildrecht, Wien, 2019
Pablo Picasso | Frau mit grünem Hut, 1947 | Albertina, Wien. Sammlung Batliner © Bildrecht, Wien, 2019

Ein weiterer Fokus der Sammlung liegt auf dem Werk von Pablo Picasso. Insgesamt 40 Arbeiten des Künstlers, darunter allein zehn Gemälde sowie viele Zeichnungen und Unikat-Keramiken, illustrieren dessen über 60 Jahre andauerndes Schaffen.

 

Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Alex Katz | Blackhat 2, 2010 | Albertina, Wien. Sammlung Batliner © Bildrecht, Wien, 2019
Alex Katz | Blackhat 2, 2010 | Albertina, Wien. Sammlung Batliner © Bildrecht, Wien, 2019

Mit Exponaten von Alberto Giacometti und Francis Bacon führt die Kollektion bis zur Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und findet ihren Abschluss mit Werken von Gerhard Richter, Georg Baselitz, Anselm Kiefer und Alex Katz.

Herbert & Rita Batliner
Herbert und Rita Batliner | © Albertina, Wien
Herbert und Rita Batliner | © Albertina, Wien

Herbert und Rita Batliner widmen sich weiterhin unermüdlich ihrer Leidenschaft, konzentrieren sich in ihrer Sammlertätigkeit derzeit allerdings auf die Stars des aktuellen Kunstgeschehens.