Die historischen Druckgrafikbände der ALBERTINA

Mit ca. 900.000 Blättern stellt die Altmeister-Druckgrafik der ALBERTINA den größten Teil der Sammlungen dar. In Quantität und Qualität sind diesem Bestand nur wenige Museen ebenbürtig. Die meisten Druckgrafiken sind in historischen Großfoliobänden montiert: Die  Blätter wurden in den 1.436 Volumina nach spezifischen Systematiken geordnet und spiegeln damit Wissen und Ästhetik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts wider.

Eine modernen wissenschaftlichen Standards entsprechende Bestandsaufnahme dieses weltweit wohl einzigartigen Monumentes früher Sammlungspraxis ist seit langem Desiderat. Das Forschungsprojekt, das mit der Unterstützung des Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank im März 2017 gestartet wurde, zielt auf die präzise Autopsie und Analyse der einzelnen Bände: Diese werden restauratorisch überprüft und gesichert, digital erfasst, wissenschaftlich bearbeitet und sukzessive online gestellt.

Das Projekt wird die Kenntnis über die Genese und Struktur unseres neuzeitlichen Bildkanons, über die Mediengeschichte der Grafik und über die Ästhetik des Sammelns erheblich erweitern. Darüber hinaus ist mit zahlreichen Entdeckungen und Neuzuschreibungen bei Einzelblättern zu rechnen.

Ansicht eines geöffneten Klebebands | Foto © Albertina, Wien
Ansicht eines geöffneten Klebebands | Foto © Albertina, Wien
Ansicht eines geöffneten Klebebands | Foto © Albertina, Wien
Ansicht eines geöffneten Klebebands | Foto © Albertina, Wien
Einblicke in die Arbeitsschritte des Projekts – 5 Bilder